Madrid-Austausch 2025 (Léganes) – ¡Qué semana tan increíble!
Eine Woche (2.11.-8.11.2025) voller Sonne, Kultur und spannender Einblicke in Wissenschaft und
Technik – so lässt sich unser Schüleraustausch mit der Pedro-Duque-Schule (IES Pedro Duque) in Léganes (ein Vorort von Madrid) wohl am besten beschreiben.
Gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern erkundeten wir nicht nur die spanische Hauptstadt und ihre Umgebung, sondern tauchten auch tief in Themen rund um IT, MINT-Fächer und projektbasiertes Lernen ein.
Im Mittelpunkt standen gemeinsame Workshops, in denen die Jugendlichen in gemischten Gruppen an naturwissenschaftlichen und technischen Projekten arbeiteten – von Pflanzenklassifikationen im Königlichen Botanischen Garten bis hin zu Präsentationen zu Themen aus Physik und Informatik. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Museo de Aeronáutica y Astronáutica, wo die Verbindung zwischen Forschung, Ingenieurskunst und praktischer Anwendung deutlich wurde. Die Schülerinnen und Schüler staunten über historische Flugzeuge, moderne Kampfjets und sogar einen Bezug zur NASA – ein echtes Highlight für alle Technikbegeisterten!
Am Nachmittag nutzten einige noch die Gelegenheit, sich einen kleinen Traum zu erfüllen: den Besuch des legendären Santiago-Bernabéu-Stadions, der Heimstätte von Real Madrid – ein unvergessliches Erlebnis (wenn auch nicht für alle Fußballfans der Gruppe).
Wir blicken auf eine rundum gelungene Woche zurück – voller Freude, Lernen und gelebter
europäischer Partnerschaft. Unsere Schülerinnen und Schüler haben nicht nur Madrid und Leganés
kennengelernt, sondern auch erfahren, wie spannend gemeinsames Lernen über Ländergrenzen
hinweg sein kann.
Und das Schönste: Das Austauschprojekt mit unserer Partnerschule wird auch im nächsten Jahr
fortgesetzt!
Darauf freuen sich schon jetzt – mit einem herzlichen ¡Hasta pronto! –
Herr Wucherpfennig und Frau Knost
Tagesberichte der Schülerinnen und Schüler
Montag, 3. November 2025 – Dilmi Peramuno
Heute Morgen haben wir um 10:17 Uhr die U-Bahn ins Zentrum von Madrid genommen. Dort haben uns die spanischen Austauschschüler einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt und spannende Hintergrundinformationen dazu erzählt.
Zuerst besuchten wir den „Parque del Buen Retiro“, eine der bekanntesten grünen Oasen Madrids. Der Park ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen und beeindruckt mit seinen wunderschönen Gärten, Statuen und dem großen Kristallpalast. Anschließend sahen wir die „Puerta de Alcalá“, einen imposanten Triumphbogen aus dem 18. Jahrhundert, der einst als Stadttor diente.
Weiter ging es zum „Palacio de Cibeles“, einem prachtvollen Palast, in dem heute der Stadtrat und ein Kulturzentrum untergebracht sind. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch am berühmten „Kilómetro Cero“ vorbei – dem symbolischen Nullpunkt Spaniens, von dem alle großen Landstraßen des Landes ausgehen. Danach besuchten wir den „Plaza Mayor“, einen der historisch bedeutendsten Plätze Madrids, der früher Schauplatz von Märkten, Festen und sogar Stierkämpfen war. Die beeindruckende Architektur des Platzes mit ihren Arkaden und Balkonen machte großen Eindruck auf uns. Zum Abschluss besichtigten wir die „Almudena-Kathedrale“, eine prachtvolle römisch-katholische Kirche, die direkt gegenüber des Königspalastes liegt.
Ein spannender Fakt über Madrid: Das Wahrzeichen der Stadt ist ein Bär, der an einem Erdbeerbaum (Madroño) steht. Diese Skulptur symbolisiert die Verbindung zwischen Natur und Stadt und steht heute auf dem Puerta del Sol. Der Bär war einst Teil des Stadtwappens und erinnert an die Zeit, als die Region rund um Madrid reich an Bären und Erdbeerbäumen war.
Nach dem kulturellen Teil des Tages sind wir gemeinsam Burger essen gegangen. Am Nachmittag habe ich mit meiner Austauschschülerin einen Film geschaut. Später haben wir uns mit den anderen Schülern getroffen, um Volleyball zu spielen. Danach waren wir bei einem weiteren Schüler zu Hause eingeladen und haben dort Kuchen gegessen. Als wir schließlich wieder bei meiner Gastfamilie ankamen, haben wir zusammen zu Abend gegessen, bevor ich müde, aber glücklich ins
Bett gegangen bin.

Dienstag, 4. November 2025 – Newaf Shani Baki
Heute war ich in Madrid in der Schule. Wir hatten Unterricht in Physik und Philosophie, was sehr interessant war. Danach besuchten wir den Königlichen Botanischen Garten (Real Jardín Botánico).
Der Garten wurde bereits 1755 gegründet und gehört zu den bedeutendsten botanischen Gärten Spaniens. Er beherbergt heute Tausende von Pflanzenarten aus aller Welt – darunter viele seltene Blumen und Bäume. Besonders faszinierend war die Vielfalt der tropischen Pflanzen und die kunstvoll angelegten Themengärten.
Im Rahmen unseres Projekts haben wir uns heute mit Pflanzen der Familie Asteraceae beschäftigt – also Arten wie Sonnenblumen und Gänseblümchen. Vorher hatten wir versucht, fleischfressende Pflanzen zu zeichnen und ihre einzelnen Bestandteile richtig zu beschriften, was gar nicht so einfach war, aber sehr spannend! Anschließend haben wir weiter an unserer Klassifikation der Pflanzen gearbeitet und vieles über ihre Merkmale gelernt.
Am Nachmittag aßen wir bei unseren Gastfamilien. Danach bin ich mit Sipan in das Einkaufszentrum Parquesur gefahren. Dort haben wir mexikanisch-spanisches Essen probiert, sind durch die Geschäfte gebummelt und haben Geschenke für unsere Familien gekauft. Ich habe ein Parfum und eine Kette für meine Schwestern ausgesucht und für meine Mutter einen Magneten, auf dem auf Spanisch „beste Mama“ steht.
Fazit: Madrid gefällt mir richtig gut! Ich habe in den letzten Tagen unglaublich viel gelernt und
erlebt. Ich könnte mir sogar vorstellen, hier einmal zu leben und zur Schule zu gehen. Meine
Gastfamilie war sehr freundlich und hat immer leckeres Essen gekocht – ich habe mich dort rundum
wohlgefühlt.

Donnerstag, 6. November 2025 – Said-Sipan Tuku
Der Schultag begann um 08:15 Uhr. Gegen 10:25 Uhr fuhren wir mit einem privaten Bus zum Museo de Aeronáutica y Astronáutica, dem Luft- und Raumfahrtmuseum in Madrid.
Unser Tourguide war besonders beeindruckend – ein ehemaliger Soldat, der viele Jahre für die spanische Luftwaffe geflogen ist. Er erzählte uns spannende Geschichten aus seiner aktiven Zeit und sprach liebevoll über seine Kinder. Besonders stolz war er auf seine Tochter, die an der Entwicklung des Raumschiffs Orion mitarbeitet, einem wichtigen Projekt der NASA.
Im Museum sahen wir zahlreiche Helikopter, Flugzeuge und Modelle – darunter den roten Dreidecker Fokker, eine Nachbildung des berühmten Flugzeugs des „Roten Barons“ Manfred von Richthofen, sowie den modernen Eurofighter Typhoon, den wohl bekanntesten europäischen Kampfjet. Außerdem waren viele Flugzeuge aus der DDR-Zeit ausgestellt, wie die MiG 15, MiG 21 und MiG 23. Historische Fliegeruniformen und Informationen zur Entwicklung der Luftfahrt rundeten den Besuch ab. Es war faszinierend zu sehen, wie sich die Technik über die Jahrzehnte verändert hat.
Nach dem Museumsbesuch kehrten wir zur Pedro-Duque-Schule zurück und hatten dort noch eine
Unterrichtsstunde. Am Nachmittag verbrachte ich Zeit mit meiner Gastfamilie, bevor ich mich mit
Freunden traf.
Später fuhren Newaf, Santiago, Pablo, Santiagos Vater und ich zum Santiago-Bernabéu-Stadion, dem berühmten Heimstadion von Real Madrid. Als ich das Spielfeld zum ersten Mal sah, war ich überwältigt – das Stadion des besten Teams der Welt zu sehen, war ein unglaubliches Gefühl! Im Museum bestaunten wir die zahlreichen Trophäen – von der LaLiga bis zur Champions League und der FIFA Club World Cup. Natürlich machten wir viele Fotos und Videos. Im Fan-Shop kaufte ich mir einen Schal als Erinnerung.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir ins Westfield Center Leganés und aßen dort bei Popeyes,
einem US-amerikanischen Fastfood-Restaurant.
Fazit: Die Woche in Madrid hat mir sehr gut gefallen. Ich habe die Gastfreundschaft der Spanier sehr geschätzt und gelernt, wie wichtig es ist, die Dinge, die man zu Hause hat, mehr wertzuschätzen.

Freitag, 7. November 2025 – Jana Kümmerling
Am Freitag stand unser letzter richtiger Schultag in Madrid an. Morgens ging es wie gewohnt in die Schule, doch der Ablauf war etwas anders: Wir hatten nur vier normale Unterrichtsstunden.
Die letzten beiden Stunden nutzten wir, um unsere Abschlusspräsentationen über die gesamte Woche vorzubereiten. In gemischten Gruppen aus deutschen und spanischen Schülern sammelten wir Fotos, tauschten Erinnerungen aus und schrieben unsere Texte. Es war schön, die Woche noch einmal Revue passieren zu lassen und zu sehen, wie viel wir gemeinsam erlebt hatten. Anschließend stellten alle Gruppen ihre Präsentationen vor – ein perfekter Rückblick auf unsere spannende Woche.
Nach der Schule hatten wir kurz Zeit, uns bei unseren Gastfamilien auszuruhen. Am Nachmittag fuhren wir in ein großes Einkaufszentrum, um noch ein wenig zu shoppen. Wir stöberten durch viele Läden, lachten viel und kauften kleine Souvenirs.
Am Abend folgte unser gemeinsamer Abschlussabend: Wir gingen bowlen! Die Stimmung war super – wir haben viel gelacht, besonders wenn jemand die Kugel in die falsche Richtung warf. Danach gingen einige noch gemeinsam essen, um den letzten Abend in Madrid gemütlich ausklingen zu lassen.
Fazit: Der Freitag war ein wunderschöner Abschluss einer unvergesslichen Woche. Wir haben
gemerkt, wie sehr wir in dieser kurzen Zeit zusammengewachsen sind. Es war ein Tag voller
Freude, Abschiedsstimmung und wertvoller Erinnerungen, die uns sicher noch lange begleiten
werden.



