Erasmus+ Austauschwoche in Lettland – Eine unvergessliche Reise nach Riga und Rugāji
Vom 3. bis 9. Mai 2026 nahmen acht Schülerinnen und Schülern des siebten und achten Jahrgangs der Oberschule Westercelle im Rahmen des Erasmus+-Programms an einer spannenden Austauschreise nach Lettland teil. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Lozano-Thies und Frau Socher reisten sie zunächst nach Riga und anschließend weiter nach Rugāji, wo sie eine Woche voller kultureller Eindrücke, neuer Freundschaften und interessanter Aktivitäten erlebten.
Anreise und erster Eindruck von Riga
Die Reise begann früh morgens am Flughafen Hannover. Für viele war der Flug nach Lettland ein besonderes Erlebnis – inklusive wunderschönem Sonnenaufgang über den Wolken. Nach der Ankunft in Riga bezog die Gruppe zunächst ein Hotel in der lettischen Hauptstadt. Dabei beeindruckte das Hotel durch seine moderne Atmosphäre und den tollen Ausblick über die Stadt.
Am nächsten Morgen stand eine Stadtführung durch Riga auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren dabei viel über die Geschichte der Stadt, die bereits 1208 gegründet wurde und starke historische Verbindungen zu Deutschland besitzt. Besonders beeindruckend waren die zahlreichen Kirchen und die historische Altstadt. Zusätzlich durfte die Gruppe die besondere Atmosphäre des Nationalfeiertags miterleben.
Weiterreise nach Rugāji
Nach mehreren Stunden Busfahrt erreichte die Gruppe schließlich Rugāji im Osten Lettlands. Untergebracht waren die Schülerinnen und Schüler in einem gemütlichen Gästehaus mitten in der Natur, direkt an einem See. Die gemeinsame Zeit am Abend – unter anderem mit Werwolf-Spielen – sorgte schnell für eine tolle Gruppendynamik.
Spannende Einblicke in den lettischen Schulalltag
An der Rugāji Secondary School wurden die deutschen Gäste herzlich empfangen. Die Schule vereint Vorschule, Kindergarten und weiterführende Klassen bis zur 12. Jahrgangsstufe unter einem Dach. Besonders beeindruckend war für viele der moderne Zustand der Schule, die vielfältigen Möglichkeiten und der wertschätzende Umgang zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern.
Während der Woche nahmen die Jugendlichen an verschiedenen Unterrichtsstunden und Workshops teil. Im Mathematikunterricht wurden gemeinsam Aufgaben gelöst und über Nachhaltigkeit gesprochen. Besonders beliebt war der 3D-Druck-Workshop, bei dem eigene Schlüsselanhänger entworfen und gedruckt wurden. Auch ein Holz-Workshop, bei dem individuelle Smartphone-Ständer gestaltet und mit einem Lötkolben verziert wurden, sorgte für Begeisterung.
Kultur, Natur und Abenteuer
Neben dem Schulprogramm gab es zahlreiche Ausflüge. Im Ranco Mini Zoo konnten die Teilnehmenden Tiere füttern und streicheln. Im Museum der Stadt Balvi lernten sie viel über die lettische Geschichte, traditionelle Kleidung und Musikinstrumente.
Ein besonderes Highlight war die Fahrt mit einer historischen Schmalspurbahn von Gulbene nach Alūksne. Während der Zugfahrt wurde die Gruppe überraschend von „Räubern“ gestoppt und zu lustigen Spielen und Stockbrot im Wald eingeladen – ein Erlebnis, das allen lange in Erinnerung bleiben wird.
Auch Wanderungen durch die Natur rund um Rugāji sowie der internationale Abend mit Musik, Tanz und traditionellen Beiträgen der verschiedenen Länder stärkten das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Erasmus+-Gruppe.
Am Freitagmittag brach die Gruppe dann wieder mit dem Bus zurück nach Riga auf, um dort letzte gemeinsame Stunden vor der Heimreise zu verbringen.
Abschied von Lettland
Am letzten Tag hieß es früh aufstehen: Bereits mitten in der Nacht machte sich die Gruppe auf den Weg zurück zum Flughafen Riga. Im Gepäck hatten alle nicht nur Souvenirs, sondern vor allem viele neue Erfahrungen, internationale Freundschaften und unvergessliche Erinnerungen.
Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig: Der Erasmus+-Austausch hat ihnen gezeigt, wie wichtig Offenheit, Zusammenhalt und kultureller Austausch in Europa sind.
„Es war eine wirklich schöne Erfahrung,“ meint Gabriela Negru, die das erste Mal an einem Austausch teilgenommen hat. Auch Ezda Ekinci hält fest: „Ich werde die Erinnerungen an die Schule und unser Gästehaus nie vergessen.“
Die Oberschule Westercelle bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten und freut sich bereits auf zukünftige Erasmus+-Projekte.
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(Text: Alexandra Socher)